1. Der Architekt
  2. Der Schürmann Bau als Hauptsitz der Deutschen Welle
  3. Die Deutsche Welle
  4. Chronik des Baugeschichte
  5. Christine Beckmann - Besucherservice Deutsche Welle im Interview

Der Schürmann-Bau

Parlament - Flut - Deutsche Welle

Der Schürmann-Bau
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Der Architekt
New Iagem

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Joachim Schürmann gilt als einer der profiliertesten deutschen Architekten. Er wurde mehrfach ausgezeichnet mit nationalen und internationalen Architekturpreisen. Die Einfachheit in Material und Struktur seiner Bauten ist sein Markenzeichen. Eines seiner prestigeträchtigsten Projekte war die Konstruktion des "Schürmann Baus" in Bonn. Am Bau war ein Großteil der Familie Schürmann beteiligt. Seine Frau war als Innenarchitektin für die innere Ausgestaltung des Gebäudes verantwortlich. Sein Sohn gestaltete als Landschaftsarchitekt den Garten.

Der Schürmann Bau als Hauptsitz der Deutschen Welle
Chronik des Baugeschichte

Direkt am Rhein, zwischen der "Post-Tower"  und dem Sitz der Vereinten Nationen liegt der Schürmann Bau. In den achtziger Jahren geplant als neues Gebäude für die Abgeordneten der Bonner Republik beherbergt er seit 2003 die Deutsche Welle.

Chronik:

Zu viele Abgeordnete – zu wenig Platz für sie: Um dem Platzmangel entgegenzutreten beschloss der Bundestag 1983 ein neues Gebäude zu bauen. Knapp ein Jahr vor dem Mauerfall begann der Architekt Joachim Schürmann mit dem Bau. Geplant war das Gebäude bis 1995 fertigzustellen. Tatsächlich sollte es insgesamt zwanzig Jahre dauern bis das Gebäude bezugsfertig war.

Das Hochwasser

Im Dezember 1993 stieg der Rhein auf eine bis dahin nicht gekannten Höhe. Am 26 Dezember drangen die Wassermaßen in den Rohbau des Schürmann Baus. Aufgrund der Feiertage wurde der Schaden viel zu spät entdeckt. Durch den Zufluss der Wassermassen hob sich das Gebäude stellenweise bis zu 70 Zentimeter.  Als es sich absetzte "verkantete" das Gebäude.  Dadurch wurde die Bausubstanz schwer beschädigt. Diese "Narben" sind in Form von Rampen auch heute noch im Gebäude zu finden. Hinzu kam, dass Tage zuvor war ein großer Teil der Lüftungsanlage geliefert und in der Tiefgarage gelagert worden. Kompetenzstreitigkeiten seitens der Bauleitung verhinderten damals ein rechtzeitiges Fluten der Tiefgarage.  Große Teile der gelieferten Lüftungskomponenten wurden unter Wasser gesetzt. Dies verschlimmerte den finanziellen Schaden erheblich.

Politischer Streit:
In der Folge entbrannte ein heftiger politischer und juristischer Streit um die Schuldfrage. Erst im November 2007, vierzehn Jahre nach dem Hochwasser endete ein zehnjähriger Rechtsstreit zwischen der Bundesrepublik Deutschland als Bauherr und den drei beteiligten Baufirmen. Vor der 1. Zivilkammer des Bonner Landgerichts einigte man sich auf einen Vergleich: Von den ursprünglich 73,7 Mio. Euro, die der Bund forderte, wurden 55 Millionen gezahlt.